Amabea-Glaube

Entstehungsmythos

Am Anfang war Alles.

Alles war in sich vollständig und ohne Makel. Doch Alles war einsam und allein, da es überall war und kein Raum für anderes war. In Kummer lag Alles daher viele Äonen bis es aus Kummer zersprang und zu drei wurde. Die Drei gaben sich neue Namen und nannten sich fortan Amabea (Das Sein), Emaba (Das Werden) und Gossirin (Der Grund). Nun konnten sie miteinander sprechen und von einander lernen.

Doch mit der Zeit wurde Gossirin träge und legte sich zur Ruhe. Amabea und Emaba, die dies sahen, erkannten, das sie ohne Gossirin einsamer sein würden und näherten sich ihr. Sie sahen, daß ihre Gefährtin ebenfalls einsamer sein würde und so gebaren sie für sich und Gossirin neue Gefährten. Dies wurden die ersten Götter, die jedoch an Gossirin gebunden waren.   

 

Symbol     ☼☼

Das Symbol Amabeas ist ein Doppelstern, Begive als erster Stern am Abendhimmel und Ezecal als letzter Stern symbolisieren mit ihrer Helligkeit und Dunkelheit den Beginn und das Ende des Lebens und umschließen alle anderen Sterne am Himmel.

 

Die Totenrede

Amabea

Amabea bringt

Amabea gewährt

Amabea beendet

den großen Kreislauf allen Lebens

der Tod trägt die Seele durch Feuer, Stein und Luft

über Wasser und Erde

unter der Sonne

gegen den Wind

Leben wird zu Tod

Amabea   

 

Heilige Tage

Der 1. Tag eines jeden Monats ist Amabea geweiht, zur ersten Stunde dieses neuen Tages, also um Mitternacht, versammeln sich die Priester und begrüßen das Geschenk Amabeas.

 

Kirchliche Hierarchie

Amabea ist die mächtigste Gottheit, in der Lage aus sich selbst andere Götter hervorzubringen, aber auch mit Göttinen andere Götter zu zeugen. Daraus leitet sich die Stellung der Amabea-Priester innerhalb aller Orden ab, ihr Wort wiegt schwer, wenn die Hohepriester sich treffen und wenn ihr Wort auch nicht mehr zählt, so schenken doch alle ihm besondere Beachtung.

Einige Gruppen innerhalb des Ordens haben sich in den Dienst besonderer Aufgaben gestellt wie die Geburt oder Beerdigungen, doch dürfen sie nie den gesamten Aspekt Amabeas aus dem Auge verlieren, das heisst, jede Geburt, die begleitet wird verlangt ein Totengebet.

Im Jahre 1529 ist Torias Panawe seit 15 Jahren Hohepriester.

   

Amabeas Paare 

Amabea hat einen Zweig in seiner Priesterschaft, der immer aus Paaren besteht, die sehr eng miteinander verbunden sind und oft dieselben Gedanken haben.
Ein Mann stellt sich direkt neben die Frau und ihre Haltung und ihr Gebahren ändern sich schlagartig. Obwohl sie sich nicht ähnlich sehen, wenn man sie allein betrachtet, sind sie zusammen doch so einheitlich, daß man meint, sie müßten aus einem Fleich und Blut sein.
Wie aus einem Mund antworten beide: "Wir sind eins in Amabea," und verbeugen sich synchron.
Manchmal sind diese dualen Priester Amabeas schon ein wenig unheimlich.

 

Weitere Zweige

Regate-Zweig:Der Regate-Zweig ist eine der ursprünglichen Sekten, die Amabeas Worte im wortgetreuen Sinne auslegen. Alle Taten, die Amabea nicht ahndet sind in ihren Augen nicht böse, sondern von Amabea gewollt. Dementsprechend sucht man in diesem Zweig vergeblich nach Mitgefühl, doch finden einige auch Trost in der Überzeugung, der Tod ihrer Angehörigen sei Amabeas Wille. Mehr als andere Amabea-Priester sind sie überzeugt von Amabeas Plan, aber auch von der Unmöglichkeit, diesen ergründen zu können.

Die Regate-Sekte ist zwar eine Abspaltung der Hauptlinie, jedoch akzeptiert, da Amabea diesen Priestern offensichtlich ihren Segen schenkt.

 

Todesengel

In den Diensten Amabeas gibt eine Gruppe Syrthiedigim*, die als Todesengel fungieren. Ihre Aufgabe besteht darin, dass der Tod auch wirklich erfolgt. Sie kämpfen oft rücksichtslos gegen Untote, bewachen Friedhöfe und helfen manchmal beim Sterben. Es gibt jedoch auch die dunklen Todesengel, diejenen, die ihrer Meinung nach den Tod betrogen haben, den Tod bringen.

Im Angesicht des Todes, so heisst es, soll es ein Wort der Herbeirufung geben; einen Todesengel zu rufen und zu bitten den Übergang in die Hallen zu erleichtern.

 

Racheengel

Die Vengan, die Racheengel Amabeas, führen ihren Willen aus ohne ein eigenes Gewissen.

 

speaker for the dead

Speaker for the dead gehören einem Zweig des Amabea-Ordens an, sie spenden in den letzten Minuten einem Sterbenden Trost und erinnern in ihrer Totenrede Amabea an die Verdienste des Toten.

 

Glaube an danach

Die Gläubigen gelangen über Seytora, genannt die Zwischenwelt, an den Hof ihrer Gottheit, wenn sie ihrem Glauben gefolgt sind. Sonst gelangen sie in die Hölle.

„Diese Zwischenwelt will ich Seytora, die Entscheidung, nennen, denn von hier kann sich noch immer ein Weg in die sieben Höllen öffnen, und hier werde ich auf mich gestellt sein, denn die letzte Herausforderung der Götter liegt darin, sein Leben endgültig hinter sich zu lassen und sich Uinthus Gerechtigkeit zu stellen. Uinthu wacht über das Tor zur Nachwelt und ein letztes Mal braucht es all meine Kraft, mich ihrer Herausforderung und all meinen alten Sünden zu stellen, doch will ich nicht Angst und Schrecken verbreiten, sondern Kraft zur Stärkung der Seele, denn was immer man in Seytora sieht, es wird vorbei sein, sobald das Tor durchschritten ist. Danach erwartet mich neben den Menschen, die ich am meisten vermisste und die mich nun in ihrem Glück empfangen, die Ruhe und Stille, die ich mir in den letzte Jahren so ersehnte. Keine Mühsal, keine Angst, denn mit dem Durchschreiten des Tores habe ich die Gewissheit erlangt, dass all mein Scheitern verziehen wurde. Ich bin angekommen in den Armen meiner Göttin.“

 

Regeln und Rituale

Die Farbe der Amabea-Priester ist ein dunkles Grün mit dunkelbraunen Applikationen, Symbol für das Leben und sein Vergehen.

 

Hilfestellungen

Es ist schwierig, konkrete Ratschläge von den Priestern Amabeas zu erhalten, zu sehr sind sie von der großen Macht Amabeas durchdrungen. Doch gelingt es ihnen oftmals, Menschen, die mit dem Tod geliebter Angehöriger hadern zu überzeugen, dass alles Amabeas Wille ist.

Amabeapriester sehen Wohlstand nicht als gottgegeben, aber als Mittel, sich im göttlichen Plan besser/ vorteilhafter zu bewegen. d.h. wenn jemand Geld hat, dann kann er sich die Heilung kaufen, gleichgültig, wie er als Mensch ist.

Amabea ist ein Gott, der sehr berechnend ist und ohne Mitgefühl agiert. Gebete zu Amabea sind weniger Bitten oder Schmeicheleien als Ergründungen des Planes und Hinweise, wie das eigene Tun in diesen Plan passen könnte.

 

Doktrin

Amabea schafft Leben und tötet aus keinem Gefühl heraus, sondern aus Notwendigkeit und einem Plan. Wie dieser Plan aussieht weiß nur Sie.

"Wir glauben, daß jeder, der lebt, leben soll, und jeder der tot ist, auch tot sein soll. Da Amabea Herr über beides ist, liegt es auch an ihm, ob ihr lebt oder tot seid. Daher gehört euer Lebem immer Amabea.“

 

Sagen

Die Sage besagt, dass Uddrana** einst Amabea verführte oder vergewaltigte und aus dieser Verbindung die Dämonen und Teufel hervorgingen, sie folgten Uddrana in die Hölle und zwangen Natamas (später der Gott der gebrochenen Verträge), ihnen zu helfen, doch er verriet sie und versetzte Uddrana in den ewigen Schlaf. Einige ihrer Kinder blieben in der Hölle und wurden zu Teufeln, die anderen besiedelten die verschiedenen Dämonenebenen. Seit dieser Zeit herrscht erbitterte Feindschaft zwischen Dämonen und Teufeln.

Nachdem Amabea Natamas verzieh forderte auch der Erste der Teufel seinen Sitz im Pantheon, seitdem führt Domasud diesen Zweig im Götterpantheon an.

 

Artefakte

Amabea werden die Gründungsartefakte der vier größten Ritterorden zugeschrieben: Stab, Schwert, Pentakel und Kelch.

 

 

** Uddrana gilt heute als die Göttin der Dämonen